Samstag, 7. Oktober 2017

Zu Hause sein

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Indisches Springkraut - ein Segen für die Bienen!

I. hatte heute zum Gartentag geladen: Arbeiten, Lachen, Essen. Ich fuhr mit mäßiger Lust hin, da es wieder nach Dauerregen aussah. Aber es war dann lustig und eine schöne Idee von I.: zehn Frauen werkelten in dem wilden Garten unter Anleitung einer Gärtnerin herum, schafften viel, lachten viel und aßen anschließend die leckeren Quiches, Suppen und Kuchen, die I. für uns bereitet hat.
In der Permakultur wird so eine Aktion Permablitz genannt.
Allerdings ruinierten I. und ich beim Ästehäckseln den Shredder. Und unsere beherzten Reparaturversuche machten leider nichts besser.
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In der neuen Oya fand ich ein drittes Mal den Leitsatz der Zapatisten: Caminando preguntamos. Dreimal, das ist also jetzt wichtig.
Gefragt wird in diesem Heft nach Heimat. Was ist das überhaupt? Ich nehme den Faden gern auf und spinne ihn weiter:
Heimat ist für mich die Landschaft, in der ich lebe, der ich mich zugehörig fühle. Das sind auch die Landschaften meiner Kindheit, ganz besonders der Solling, deren Luft ich geatmet habe, deren wilden Wesen ich begegnet bin, deren Boden ich mit meinen Füßen berührt habe, deren Wasser ich getrunken habe.
Heimat kann nichts sein, was mir gehört, auch wenn ich von meinem Zuhause spreche. Es ist die Landschaft, der ich zuhörig bin, von der ich Teil bin gemeinsam mit all den anderen Wesenheiten, den sichtbaren und den unsichtbaren. Dazu gehören auch die Menschen und ihre Sprache.
Ich habe in meinem Leben schon einige Heimaten gehabt, Orte, die ihre Spuren in mir hinterlassen haben.
Zur Heimat gehören auch die Ahnen, die vor mir waren, die mir mein Dasein ermöglicht haben. Ahnen sind für mich nicht nur die menschlichen Vorfahren, sondern die Tiere, die Pflanzen, die Elemente, die elementaren Kräfte. Alle meine Verwandten!
Ich bin davon überzeugt, daß jeder Ort, jede Landschaft eine Seele hat, mit der immer eine Art von Kommunikation stattfindet, vielleicht in etwa das, was Ute Schiran KOREspondenz genannt hat.
Was Zuhause auch ausmacht, ist gute Nachbarschaft, wie ich sie hier immer wieder erlebe: vor einer Woche hat mein Nachbar T., der pilzkundig ist, mir eine große Portion Herbst- oder Totentrompeten geschenkt. Superlecker mit gewürfeltem Speck und Zwiebeln angebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und einem Schuss Sahne verfeinert.
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